Wie man sich parkt, so fährt man…
posted by anna… sagt schon ein altes Sprichwort. Oder zu ähnlich eben, mehr “Bett”-bezogen. Gilt aber beim Fahrrad genauso. Viel zu oft wird nämlich vergessen, dass Individualverkehrsmittel nur relativ selten in Verwendung sind. Beim Auto soll der Durchschnittswert bei etwas mehr als einer halben Stunde pro Tag liegen. Und selbst bei einem täglich genutzten Fahrrad (Fahrradboten ausgenommen), ist es wohl kaum viel mehr. Dafür beträgt die Auslastung dann wenigstens 100%
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Was macht man aber mit einem Rad, wenn man gerade _nicht fährt? Nicht so einfach zu beantworten, eigentlich. Man parkt es. Irgendwo. Irgendwie. Am liebsten sicher, am liebsten schnell/einfach und am liebsten nah am Bestimmungsort. Eh klar. Selten jedoch ist alles gleichzeitig möglich. Fahrradständer sind oft spärlich gesät, und wenn doch auffindbar, meist schon ziemlich voll. Dabei sind gerade gut geplante Radabstellanlagen das Um und Auf für einen funktionierenden Radverkehr, und im Vergleich zu übriger Fahrradinfrastruktur weder “störend” noch besonders teuer (im Vergleich zu den Kosten für Autoabstellplätze, insbesondere Tiefgaragen, sowieso fast geschenkt).
Besonders wichtig sind ausreichende und sichere Radabstellplätze bei Haltestellen öffentlicher Verkehrsmittel (vor allem Bahnhofen), vor Geschäften, Schulen, Universitäten usw. So kann das Fahrrad etwa öffentlichen Verkehrsmittel attraktiver machen, da sich das Einzugsgebiet von ursprünglich ca. 2 km² (zu Fuß) auf ca. 32 km² (mit dem Fahrrad) ausdehnt. Auch lassen sich durch das Fahrrad oft ungünstige Umsteigepunkte, sprich Wartezeiten, vermeiden.
Ebenso hängt der Erfolg von Geschäften weniger von der Erreichbarkeit für Autos sondern vielmehr von der Qualität der Umgebung ab. Geschäftsstraßen boomen vom Fußgängerverkehr und niedrigen Geschwindigkeitsbegrenzungen. Obwohl übliche Fahrräder keinen Kofferraum zum Einkaufstransport besitzen, ist die Rentabilität von radfahrenden Kunden höher. Gerade _weil sie keinen Kofferraum besitzen, gehen sie etwas öfter einkaufen, und kaufen dadurch mehr.
Dass ausreichende Fahrradabstellplätze vor Unis und Schulen zu einer Aufwertung eines alternativen Schulweges beitragen, ist klar. Mehr Bewegung (und daher weniger Fettleibigkeit) unter Jugendlichen wäre jedenfalls wünschenswert. Würde man diese Probleme ernst nehmen, gäbe es auch weniger schockierende Meldungen wie noch vor wenigen Tagen, etwa “Alarm um die Gesundheit der Kinder und Jugendlichen in Österreich”. Laut WHO reichen schon 30min Bewegung täglich (ohne Schwitzen!) aus, um fit zu bleiben. Zudem verringert man das Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes, Osteoporose etc., kann das Gewicht leichter halten und unterstützt auch das seelische Gleichgewicht. Zum Abnehmen benötigt es etwas mehr — aber auch da kann (sportliches) Rad fahren durchaus nützlich sein. Je früher man sich an einen gesunden Schul- bzw. Arbeitsweg gewöhnt und diesen fix einplant, desto mehr hat man später davon
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Als nettes Beispiel einer funktionierenden Uni-Fahrrad-Garage sei hier jene in Leipzig erwähnt. Anschauen lohnt sich.








Eine wunderbare gibt’s am Hauptbahnhof Graz. Kostet 1 Euro am Tag (bzw. 10 im Monat, 100 im Jahr) und ist wirklich super.
(Nicht so super ist, dass es in Graz die seit Jahren versprochenen Citybikes – oder wie immer das dann heisst – immer noch nicht gibt).
…”ist die Rentabilität von radfahrenden Kunden höher. Gerade _weil sie keinen Kofferraum besitzen, gehen sie etwas öfter einkaufen, und kaufen dadurch mehr…”.
Also das halte ich für einen ausgesprochenen Blödsinn…ist genau derselbe Trugschluss, wie das längere Ladenöffnungszeiten mehr Umsatz bringen…oder das Männer mit einem kleinen Pipi öfter auf die Toilette gehen als besser bestückte Männer;-)
doch das stimmt, sorry, pulsinger! nachzulesen zb in der studie einkauf & rad in NÖ. der durchschnittliche einkaufswert pro shopping ist niedriger “Bei einem Einkauf mit dem PKW werden im Durchschnitt 47 € ausgegeben, bei Fahrradfahrern sind es 26 € und bei den Fußgängern noch 23 €.” aber die frequenz im nahversorgungsbereich höher und dadurch der gesamtumsatz. interessant auch die studie der ARGUS Graz: nur 10% aller einkaufenden bräuchten mengenmäßig ein auto!
studie NÖ: http://www.klimaaktiv.at/filemanager/download/38558
studie Graz: http://lobby.ig-fahrrad.org/download/31/