STAUB’N ROTWEIN
Historische Rennräder fahren zur Rettung der toskanischen Staubstraßen. Gegen das Knirschen zwischen den Zähnen hilft dann nur mehr feine Verpflegung

Mit Sorgfalt will die Kleidung für die Eroica gewählt werden, die Helme bestanden seinerzeit aus Stoff oder Leder
Man könnte ja auch schnell radeln, wenn man könnte. Schnell radelt bei der Eroica aber nur, wer gewinnen will und dabei sich selbst verlieren – und vielleicht auch sein edles Rennrad, das sich ein Ende nach Jahrzehnten auch anders vorgestellt hätte.
Denn es gibt bei der Eroica asphaltierte Streckenabschnitte. Die absolute Mehrheit der Kilometer aber wird quasi auf Feldwegen geradelt, man hat als Teilnehmer ja nebenbei eine Mission zu erfüllen: Zu fahren für die Erhaltung der historischen Staubstraßen, die auch in der Toskana seelenlos asphaltiert würden, würden nicht einmal jährlich tausende, sagen wir, ein bisserl verkleidete Rennradfahrer die Betonlobby eindrucksvoll zurückschmettern. (more…)