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	<title>velosophie &#187; Magazin</title>
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	<description>Magazin für Fahrradkultur</description>
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		<title>Velosophie 2-10 online durchbl&#228;ttern!</title>
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		<pubDate>Thu, 24 Jun 2010 06:19:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Flo</dc:creator>
				<category><![CDATA[2010-02]]></category>
		<category><![CDATA[Magazin]]></category>

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			<content:encoded><![CDATA[<p><object style="width:750px;height:900px" ><param name="movie" value="http://static.issuu.com/webembed/viewers/style1/v1/IssuuViewer.swf?mode=embed&amp;documentId=100621082948-103055a3107a482bbaae2fa35c780981&amp;docName=2010-02&amp;username=velosophie&amp;loadingInfoText=Velosophie%202010-02&amp;showFlipBtn=true&amp;layout=http%3A%2F%2Fskin.issuu.com%2Fv%2Flight%2Flayout.xml&amp;viewMode=presentation" /><param name="allowfullscreen" value="true"/><param name="menu" value="false"/><embed src="http://static.issuu.com/webembed/viewers/style1/v1/IssuuViewer.swf" type="application/x-shockwave-flash" style="width:750px;height:900px" flashvars="mode=embed&amp;documentId=100621082948-103055a3107a482bbaae2fa35c780981&amp;docName=2010-02&amp;username=velosophie&amp;loadingInfoText=Velosophie%202010-02&amp;showFlipBtn=true&amp;layout=http%3A%2F%2Fskin.issuu.com%2Fv%2Flight%2Flayout.xml&amp;viewMode=presentation" allowfullscreen="true" menu="false" /></object></p>
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		<title>Ich fahre auch bei Rot!</title>
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		<pubDate>Sat, 27 Mar 2010 16:38:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Alec</dc:creator>
				<category><![CDATA[2010-01]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein Velosophie-Interview mit dem Wiener Verkehrsforscher Univ. Prof. Dr. Ralf Risser. Dieser ist Eigner von FACTUM, einer private Forschungseinrichtung in Wien. Deren Schwerpunkte sind sozialwissenschaftliche Forschung bez&#252;glich Verkehr, Mobilit&#228;t und Lebensqualit&#228;t, Verkehrssicherheitsforschung und –beratung. Mit Velosophie sprach Prof. Risser &#252;ber Klimawandel und Lebensqualit&#228;t, das Rad als Verkehrsalternative und das Auto als erweiterten K&#246;rper.

Velosophie: Ihr Bet&#228;tigungsfeld [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-2421" title="Prof. Ralf Risser" src="http://velosophie.at/files/2010/03/risser-117x150.jpg" alt="" width="117" height="150" />Ein Velosophie-Interview mit dem Wiener Verkehrsforscher Univ. Prof. Dr. Ralf Risser. Dieser ist Eigner von <a title="factum" href="http://www.factum.at/" target="_blank">FACTUM</a>, einer private Forschungseinrichtung in Wien. Deren Schwerpunkte sind sozialwissenschaftliche Forschung bez&#252;glich Verkehr, Mobilit&#228;t und Lebensqualit&#228;t, Verkehrssicherheitsforschung und –beratung. Mit Velosophie sprach Prof. Risser &#252;ber Klimawandel und Lebensqualit&#228;t, das Rad als Verkehrsalternative und das Auto als erweiterten K&#246;rper.</p>
<p><span id="more-2420"></span></p>
<p>Velosophie: Ihr Bet&#228;tigungsfeld sind Verkehrspsychologie und Sozialwissenschaften. Im Normalfall geht man davon aus, dass Verkehr aus Regelwerken und Planungsschritten besteht, welche Rolle spielt da Psychologie?</p>
<p>Prof. Risser: Nun, Verkehr setzt sich daraus zusammen, was wir alle machen. Ohne dass wir uns in irgendeiner Form verhalten, gibt es keinen Verkehr. Technik und Infrastruktur w&#252;rden ohne uns ja still stehen! Davon, wie wir uns bewegen, h&#228;ngen die Auswirkungen von Verkehr ab, bez&#252;glich Sicherheit, Umwelt, Lebensqualit&#228;t. Sicherheitsprobleme entstehen dadurch, dass wir uns seltsam verhalten, und Umweltprobleme entstehen dadurch, dass wir seltsame Fortbewegungsarten w&#228;hlen. 10% aller Autofahrten sind k&#252;rzer als ein Kilometer, das kann man in 10 Minuten gehen oder in 4 Minuten radeln. Da ist es ja absurd, ein Auto zu benutzen, vor allem wenn man an den Klimawandel denkt.</p>
<p>V: Ihr Ansatz kann uns erkl&#228;ren, warum Menschen so absurde Entscheidungen treffen?</p>
<p>R: Ich versuche, diese Erkl&#228;rungen zu finden, das wissenschaftlich zu verstehen. Warum nutzen die Leute, obwohl sie wissen, dass man das Auto weniger verwenden soll, es selbst unver&#228;ndert weiter? Hier findet man in wissenschaftlichen Befragungen viele Gr&#252;nde vor und h&#246;rt viele Entschuldigungen. Politiker sind gefragt, Ma&#223;nahmen zu setzen, damit gewisse sch&#228;dliche Verhaltensweisen unterbunden werden.</p>
<p>V: Ist also die Wahl des Verkehrsmittels schon das erste Fehlverhalten im Verkehr?</p>
<p>R: Nat&#252;rlich. F&#252;r die Umwelt w&#228;re es sinnvoll, die Autoverwendung drastisch zu reduzieren, es nur bei Gelegenheiten zu nutzen, wo es unvermeidlich ist.</p>
<p>V: Worin liegt nun der psychische Reiz des Automobils? Wie stark ist die emotionale Bindung der Menschen zum Auto?</p>
<p>R: Das Auto hat das Potential in sich, es als Ware &#252;ber zu bewerten. Es suggeriert magische Kr&#228;fte: Es gibt mir Geschwindigkeit, Kraft, Sch&#246;nheit, Schutz, obwohl es Gefahr und Schaden f&#252;r andere bedeutet. Es ist daher nicht erstaunlich, wenn Leute diesen Teil ihres Besitzstandes &#252;bersch&#228;tzen. Man kann sagen, dass das Auto als erweiterter K&#246;rper betrachtet wird. Versuchen Sie folgendes: Wenn Sie ein Autofahrer im Stra&#223;enverkehr behindert, tapsen Sie mit der Hand auf die Motorhaube. Haben Sie das schon versucht und sich die Gesichter angesehen? Die Reaktion zeigt die Verbundenheit mit dem Gef&#228;hrt: Das bin ich!</p>
<p>V: Wie verhalten sich nun aber Radfahrer im Verkehr? Welche Typologie von Fahrradnutzern w&#252;rden Sie aufstellen?</p>
<p>R: Als unempirische pers&#246;nliche Einsch&#228;tzung: Neben den „gelassenen Alltagsradfahrern“, die gem&#228;&#223;igt und langsam fahren, die „flotten, aber freundlichen Alltagsradler“: Schnell unterwegs mit positiver Interaktion. Interessant ist die Gruppe der „Autofahrer auf dem Rad“, die andere Leute und nebeneinander fahrende Radler anklingeln, die bei Verz&#246;gerungen an der Ampel mit „Fahr weiter du Trottel!“ reagieren. Also mit den Unarten, die das Auto zu f&#246;rdern scheint, durch die soziale Isolation im Auto, das fehlende Feedback, inexistente Meta-Kommunikation: Keine M&#246;glichkeiten, sich zu entschuldigen.</p>
<p>V: Was ist dann dran am „Rad-Rowdie“, der medialen Klischeefigur schlechthin unter den Radlertypen?</p>
<p>R: Da handelt es sich um undifferenzierte Au&#223;enwahrnehmung. Ist jemand, der bei Rot &#252;ber die Ampel f&#228;hrt, ein Rowdie? Ich selbst fahre regelm&#228;&#223;ig bei Rot – weil es Situationen gibt, wo ich bei Rot am sichersten bin! Bei Gr&#252;n stellen zum Beispiel abbiegende Autos eine teuflische Gefahr dar, die bei Rot wegf&#228;llt. Wenn kein Querverkehr kommt, fahre ich. Da regen sich manche auf und ich bleibe auch manchmal stehen und erkl&#228;re: Ich kann mich nicht auf meine Sicherheit verlassen wenn’s gr&#252;n ist. Ich fahre wenn ich fahren kann! Die Aussage, dass haupts&#228;chlich so genannte Rad-Rowdies Fu&#223;g&#228;nger st&#246;ren, wird nat&#252;rlich von der Autofahrerfraktion liebend gern geh&#246;rt, angesichts der Tatsache, welche Regeln von Auto Fahrenden nicht eingehalten werden. Dazu kommt das Bewusstsein der „Freien Fahrt f&#252;r freie B&#252;rger“ als angenommenes Recht darauf, dass mir die Gesellschaft eine Infrastruktur zur Verf&#252;gung stellt, wodurch ich &#252;berall hin mit dem Auto fahren kann.</p>
<p>V: Wie definieren Sie im Gegensatz dazu menschengerechten Verkehr, vor allem im st&#228;dtischen Raum?</p>
<p>R: Autofrei. Prinzipiell als Regel Nr.1: Ohne Autos in innerst&#228;dtischen Bereichen. Dar&#252;ber hinaus sollte der Verkehr auf wissenschaftlichen Fakten basierend entwickelt werden, St&#246;rungen zwischen Fu&#223;- und Radverkehr vermieden werden. Was ja viel leichter ist, sobald nicht mehr soviel Platz f&#252;r Autos verbraucht wird. In der Vergangenheit wurde in der Verkehrspolitik leider alles darauf ausgelegt, dass man ungehindert Auto fahren kann. Dieser Platz fehlt uns jetzt! Ganz zu schweigen vom ruhenden Verkehr. Irgendwo scheint geschrieben zu stehen: Das Auto ist das Ma&#223; aller Dinge. Das muss sich absolut &#228;ndern. Nicht nur wegen des Klimawandels, auch allgemein f&#252;r unsere Lebensqualit&#228;t!</p>
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		<title>Fr&#252;hlingsausgabe der Velosophie ist da!</title>
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		<pubDate>Sat, 27 Mar 2010 16:08:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Alec</dc:creator>
				<category><![CDATA[2010-01]]></category>
		<category><![CDATA[Blog]]></category>

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		<description><![CDATA[Velosophie schl&#228;gt auch diesen Fr&#252;hling wieder die sch&#246;nsten Seiten internationalen Fahrradlebens auf.  Das proppenvolle Heft wurde am Abend des 24.3. bei der Bike Community Film Night pr&#228;sentiert, lag am 26.3. dem Standard bei und ist nun an &#252;ber 100 Adressen in Wien (Liste bald online!) gratis erh&#228;ltlich. Und dar&#252;ber hinaus auch in den Bundesl&#228;ndern und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-2394" title="Die Fr&#252;hlings-Ausgabe!" src="http://velosophie.at/files/2010/03/velosophie_mag_spring_cover-112x150.jpg" alt="" width="112" height="150" />Velosophie schl&#228;gt auch diesen Fr&#252;hling wieder die sch&#246;nsten Seiten internationalen Fahrradlebens auf.  Das proppenvolle Heft wurde am Abend des 24.3. bei der Bike Community Film Night pr&#228;sentiert, lag am 26.3. dem Standard bei und ist nun an &#252;ber 100 Adressen in Wien (Liste bald online!) gratis erh&#228;ltlich. Und dar&#252;ber hinaus auch in den Bundesl&#228;ndern und in: Berlin! Ebenso nat&#252;rlich hier <a href="http://velosophie.at/magazin/velosophie-1-10-online-durchblaettern/">online zum durchbl&#228;ttern</a>!</p>
<p><span id="more-2392"></span> In dieser Ausgabe begibt sich Velosophie wieder in verschiedener Herren –  und Damen – L&#228;nder. Gerade Frauen empfinden n&#228;mlich Stress und Druck im st&#228;dtischen Verkehr als so st&#246;rend, dass sie deutlich weniger zum Verkehrsmittel Fahrrad greifen als M&#228;nner.</p>
<p><img class="alignright size-thumbnail wp-image-2398" src="http://velosophie.at/files/2010/03/girlpower_11-150x111.jpg" alt="" width="150" height="111" />Umso mehr Begeisterung und Selbtsbewusstsein geh&#246;rt dazu, sich so im Stadttrubel zu behaupten wie jene Sch&#252;lerinnen, die gemeinsam die Stra&#223;en der englischen Stadt Darlington eroberten (<a href="http://velosophie.at/blog/girl-pedal-power/">Artikelvorschau hier</a>). So best&#228;tigt sich immer wieder die bekannte Aussage von Feministin <a title="wikipedia" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Rosa_Mayreder" target="_blank">Rosa Mayreder</a>: „Das Fahrrad hat mehr zur Emanziaption der Frauen beigetragen als alle Bem&#252;hungen der Frauenbewegung.“</p>
<p><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-2399" title="berlin-wien" src="http://velosophie.at/files/2010/03/berlinwien1-125x150.jpg" alt="" width="113" height="135" />Historisch bedingte M&#228;nnersache war jedoch noch die Teilnahme an den fr&#252;hen Radrennereignissen des 19. Jahrhunderts. Velosophie ist in die Vergangenheit geradelt und hat sich ins Starterfeld der ersten Distanzfahrt Wien–Berlin begeben, die 1893 stattfand (<a href="http://velosophie.at/magazin/2010-01/das-distanzrennen-wien-berlin-1893/">Artikel hier</a>). Zu jenen Zeiten nahm eine technische Entwicklung ihren Anfang, deren aktueller Zwischenstopp in der Evolutionsgeschichte f&#252;r die Teilnehmer jener Rennen unvorstellbar<br />
gewesen w&#228;re.</p>
<p><img class="alignright size-thumbnail wp-image-2397" title="Kym, Brooklyn" src="http://velosophie.at/files/2010/03/kym-125x150.jpg" alt="" width="125" height="150" />Dazwischen streuen wir wie immer Fahrrad-affine Neuigkeiten aus aller Welt, lauschen unserer neuen Kolumnisitin Tante Raja und portr&#228;tieren Alltagsradlerinnen wie Kym aus Brooklyn, die sich ebenso im Verkehr behauptet wie Lauren aus Darlington. Diese meint: „Radfahren hat mein Leben ver&#228;ndert, meine Art zu denken – ich bin jetzt einfach viel selbstbewusster!“ Das Fahrrad funktioniert also als angewandtes Bef&#246;rderungsmittel der Emanzipation – und Verkehrsmittel emanzipierter Frauen und M&#228;nner.</p>
<p>Bewege dich frei, unabh&#228;ngig und individuell per Fahrrad durch die Stra&#223;en deiner Stadt, und du wirst aufbl&#252;hen, ob Mann oder Frau, wie die Blumen im Fr&#252;hling! Meint etwas euphorisiert vom ungewohnten Sonnenschein und benebelt vom Pollenflug eure Velosophie!</p>
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		<title>Das Distanzrennen Wien &#8211; Berlin 1893</title>
		<link>http://velosophie.at/magazin/2010-01/das-distanzrennen-wien-berlin-1893/</link>
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		<pubDate>Thu, 25 Mar 2010 16:16:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Alec</dc:creator>
				<category><![CDATA[2010-01]]></category>

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		<description><![CDATA[Schlaflos schneller als Pferde:  1893 fand die erste Distanzfahrt Wien-Berlin Non-Stop statt. Das Fahrrad &#252;berzeugte auf ganzer Strecke. Velosophie hat in der Fr&#252;hlingsnummer das Rennen und damit den Beginn der &#196;ra &#8220;Radrennen&#8221; r&#252;ckblickend verfolgt. (Verfasserin: Petra Sturm)

Fr&#252;hmorgendlicher Start am 29. Juni 1893 in Wien-Floridsdorf unter gro&#223;em &#246;ffentlichem Publikumsaufgebot und Polizeischutz. Ein Jahr davor war die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-2405" title="wien-berlin" src="http://velosophie.at/files/2010/03/berlinwien3-150x93.jpg" alt="" width="150" height="93" />Schlaflos schneller als Pferde:  1893 fand die erste Distanzfahrt Wien-Berlin Non-Stop statt. Das Fahrrad &#252;berzeugte auf ganzer Strecke. Velosophie hat in der Fr&#252;hlingsnummer das Rennen und damit den Beginn der &#196;ra &#8220;Radrennen&#8221; r&#252;ckblickend verfolgt. <em>(Verfasserin: Petra Sturm)</em><br />
<span id="more-2404"></span></p>
<p>Fr&#252;hmorgendlicher Start am 29. Juni 1893 in Wien-Floridsdorf unter gro&#223;em &#246;ffentlichem Publikumsaufgebot und Polizeischutz. Ein Jahr davor war die Distanz zu Pferd in 72 Stunden bew&#228;ltigt worden, das Siegerpferd war im Ziel tot zusammengebrochen, jetzt: Die gleiche Strecke per Rad. 117 Fahrer gehen in Gruppen zu Zehn eingeteilt und von tausenden Wienern angefeuert in f&#252;nfmin&#252;tigem Takt an den Start. Die Teilnehmer, entweder Berufsfahrer oder einfache Fahrradclubmitglieder, jedenfalls aber allesamt kr&#228;ftige Haudegen, erscheinen bekappt, in Baumwolle und Wind und Wasser abweisendes Loden gekleidet.</p>
<p><img class="alignright size-thumbnail wp-image-2406" title="wien-berlin" src="http://velosophie.at/files/2010/03/berlinwien11-125x150.jpg" alt="" width="125" height="150" />Vor ihnen liegen 582,5 Kilometer. Pacemaker helfen ihnen, ihr Tempo zu halten. Sie m&#252;ssen den holprigen, schlechten Stra&#223;en in &#214;sterreich trotzen, stoisch strampelnd Regen und heftige Gewitter in B&#246;hmen aushalten und dabei stets den mit Zeichen abgesteckten Weg im Auge behalten, was manche in der Nacht trotz lichtstarker Laterne aus dem Rennen wirft. Die Vorgabe ist klar: Schnurstracks und non-stop, ohne Schlaf und Rast, an das Endziel Berlin-Tempelhof zu gelangen, abgesehen von vorgeschriebenem Halt an Kontrollstationen inklusive etwaiger dort n&#246;tiger medizinischer Versorgung, Verpflegungs-, und Reparaturm&#246;glichkeiten. Nach 31 Stunden, einer Minute und 22 Sekunden f&#228;hrt der schnauzb&#228;rtige, 32j&#228;hrige Bayer Josef Fischer, eine der ersten deutschen Radsportlegenden, im Ziel ein und wird feuchtfr&#246;hlich mit einem silbernen Humpen pr&#228;miert. Der Grazer Josef Gerber wird als bester &#214;sterreicher mit drei Stunden R&#252;ckstand Drittplazierter</p>
<p>Die Sensation ist perfekt. Per Velociped schneller am Ziel als Sieger Graf Starhemberg samt Pferd bei dem Distanzritt auf der gleichen Strecke ein Jahr davor, an die schier unglaublichen 40 Stunden schneller! Das gab dem Fahrrad eine ganz neue Aura des Unbesiegbaren und Unverw&#252;stlichen. Ein ma&#223;geblicher Sch&#246;nheitsfehler von Pferderennen auf gro&#223;e Distanzen &#8211; Strecke absolviert, Pferd tot &#8211; konnte von den Drahteseln ausgemerzt werden. Die fr&#252;hen Rennmaschinen und ihre Fahrer erwiesen sich als &#228;u&#223;erst robust und stabil, neben dem Sieg gereichte ein Zieleinlauf ohne Reifenwechsel, Nachpumpen oder sonstigem technisches Gebrechen einer Fahrrad- oder Reifenherstellermarke zum besonders nachhaltigen Qualit&#228;tsbeweis.</p>
<p><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-2407" title="wien-berlin" src="http://velosophie.at/files/2010/03/berlinwien2-150x115.jpg" alt="" width="150" height="115" />Das entdeckte Werbe- und Marketingpotential von erfolgreichen R&#228;dern wurde wie im Fall von Wien-Berlin noch Monate nach dem Rennen von den Herstellern in Annoncen ausgekostet. &#220;berregional und von mehreren Fahrradverb&#228;nden gemeinsam organisiert, war Wien-Berlin ein spektakul&#228;rer Gro&#223;event, der dem Fahrrad in gesamten deutschen Sprachraum zu einem Aufschwung verhalf, Fahrradindustrie und Tourentourismus ordentlich ankurbelte, und nicht zuletzt die beiden Gro&#223;st&#228;dte n&#228;her aneinander r&#252;cken lie&#223;, nur noch eine 32-st&#252;ndige Fahrradfahrt voneinander entfernt. Das ausschlaggebende Erfolgsrezept stellte die Geschwindigkeit dar. Dem Bicycle gelang die Wandlung von der bestaunten Massenattraktion und Erreger &#246;ffentlichen &#196;rgernisses auf offener Stra&#223;e zum optimalen Stra&#223;engef&#228;hrt und damit auch zur Massentauglichkeit. Es zeigte vor allem auch: Das Fahrrad hat seine moderne Form vorl&#228;ufig gefunden.</p>
<p>Das Niederrad hatte auf lange Sicht  &#8211; auch Punkto Schnelligkeit &#8211; den Sieg &#252;ber das weitaus strapazi&#246;sere Hochrad davon getragen. Die markantesten neuen Errungenschaften wie Hinterradkettenantrieb (Vorzeigemodell: der Starley Rover von 1885) und aufblasbare Gummibereifung (ab 1888 dank Mr. Dunlop) trugen zum Geschwindigkeitsgewinn bei, auch wenn die Stra&#223;enbeschaffenheit selbst – besonders in &#214;sterreich &#8211; noch jenseits von geebnet und reifenfreundlich war. Die einzelnen Radmodelle differenzierten sich weiters nach ihrer Funktionalit&#228;t von der schnittigen Strassenrennmaschine mit ebenso schnittigen Namen wie etwa Puch-Racer &#252;ber das kotfl&#252;gelbehaftete Tourenrad zum soliden Alltagsradklassiker aus.</p>
<p>Die physischen Anstrengungen, denen die Distanzfahrer ausgesetzt waren, w&#228;ren heutigen  Radrennsportlern  &#8211; abgesehen von einigen Spezial Trophies mit h&#228;rterer Gangart – eher unzumutbar. Zur Zeit von Wien-Berlin schwankte die medizinische Fachmeinung &#252;ber die Auswirkungen von Schwei&#223;ausbruch und erh&#246;htem Pulsschlag noch auf  Jahre zwischen gesundheitsf&#246;rderlich und -ruinierend hin und her, bei den Ern&#228;hrungsratschl&#228;gen gab man sich trotzdem sicher. Zu viel Trinken sollte man zwecks der Schwei&#223;vermeidung prinzipiell unterlassen. Zur St&#228;rkung der strapazierten Rekord- und Tourenfahrer waren aber Wei&#223;wein, Whisky, Kola(!) oder &#228;hnliche Extrakte nebst der strikten Unterlassung von kohlenhydratreichen Lebensmitteln &#228;u&#223;erst dienlich, so zumindest laut „Handbuch des Radfahr-Sports. Technik und Praxis des Fahrrades und Radfahrens“ (1895). Der Danziger Radrennfahrer Hans Ludwig vertraute bei der Zweitauflage von Wien-Berlin 1908 auf Kaffee gegen seine Magenschmerzen, Himbeersaft mit Wasser, Himbeeren mit Reis und der Kraft von 3 ausgesaugten Orangen, um die Fahrt durchzustehen.</p>
<p>Die Distanz-Fahrten nehmen in der Radsportgeschichte einen speziellen Platz ein. Anders als bei den durchgeplanten Rekordfahrten, wo ein einzelne Radler unter medialer Aufmerksamkeit weite Distanzen &#252;berbr&#252;ckten (so zum Beispiel 1893 St. Petersburg-Paris in 15 Tagen oder San Francisco–New York in 66 Tagen) oder organisierten Abenteuerfahrten einzelner Clubs (eine der ersten war 1869 London-Brighton), wurden diese Rennen mit Massenstart, unter der Pr&#228;misse konkurrierender Zeitmessung und unter gleichen Bedingungen durchgef&#252;hrt. Etappenstopps oder Nachtruhe gab es noch nicht.</p>
<p>Wien-Berlin z&#228;hlt zwar im Gegensatz zu seinem Vorg&#228;nger Paris-Bordeaux (1891) nicht zu den heutigen Weitstreckenklassikern und unterscheidet sich auch in Ausf&#252;hrung und Stil von den sp&#228;teren gro&#223;en Etappen-Touren wie etwa der Tour de France, die 1903 erstmalig startete. Es sind aber diese fr&#252;hen Dauerfahrten, die das Rad im &#246;ffentlichen Bewusstsein die Strassen erobern lassen und den steinigen Weg f&#252;r sp&#228;tere weitaus reibungslosere Rennradtouren ebnen. Wer wei&#223;, vielleicht folgt ja bald eine Neuauflage…</p>
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		<title>Velosophie 1-10 online durchbl&#228;ttern!</title>
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		<pubDate>Thu, 25 Mar 2010 15:58:52 +0000</pubDate>
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			<content:encoded><![CDATA[<p><object style="width:750px;height:900px" ><param name="movie" value="http://static.issuu.com/webembed/viewers/style1/v1/IssuuViewer.swf?mode=embed&amp;documentId=100325155135-20105a3adaed473eaa2a6f1c26b4e1e9&amp;docName=2010-01&amp;username=velosophie&amp;loadingInfoText=Velosophie%202010-01&amp;showFlipBtn=true&amp;layout=http%3A%2F%2Fskin.issuu.com%2Fv%2Flight%2Flayout.xml&amp;viewMode=presentation" /><param name="allowfullscreen" value="true"/><param name="menu" value="false"/><embed src="http://static.issuu.com/webembed/viewers/style1/v1/IssuuViewer.swf" type="application/x-shockwave-flash" style="width:750px;height:900px" flashvars="mode=embed&amp;documentId=100325155135-20105a3adaed473eaa2a6f1c26b4e1e9&amp;docName=2010-01&amp;username=velosophie&amp;loadingInfoText=Velosophie%202010-01&amp;showFlipBtn=true&amp;layout=http%3A%2F%2Fskin.issuu.com%2Fv%2Flight%2Flayout.xml&amp;viewMode=presentation" allowfullscreen="true" menu="false" /></object></p>
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		<title>Velosophie 1-10 &gt; Content</title>
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		<pubDate>Wed, 24 Mar 2010 16:27:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Alec</dc:creator>
				<category><![CDATA[2010-01]]></category>
		<category><![CDATA[Magazin]]></category>

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		<description><![CDATA[CONTENT
:: velotorial &#124; Frauenpower &#38; Fr&#252;hlingsfahrt: Yes we can radfahren! (Zum Artikel)
:: velozine &#124; Neuigkeiten, N&#252;tzliches und Wissenswertes aus der Welt des Fahrrads
:: velofeature &#124; Aus den Anf&#228;ngen des Radsports: Wien &#8211; Berlin 1893 (Zum Artikel)
:: velocity &#124; Aus den Fahrradst&#228;dten dieser Welt
:: velosopher &#124; Verkehrspsychologe Prof. Risser: Ich fahre auch bei Rot! (Zum Artikel)
:: [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>CONTENT</p>
<p>:: velotorial | Frauenpower &amp; Fr&#252;hlingsfahrt: Yes we can radfahren! (<a href="http://velosophie.at/blog/fruehlingsausgabe-der-velosophie-ist-da/">Zum Artikel</a>)<br />
:: velozine | Neuigkeiten, N&#252;tzliches und Wissenswertes aus der Welt des Fahrrads<br />
:: velofeature | Aus den Anf&#228;ngen des Radsports: Wien &#8211; Berlin 1893 (<a href="http://velosophie.at/magazin/2010-01/das-distanzrennen-wien-berlin-1893/">Zum Artikel</a>)<br />
:: velocity | Aus den Fahrradst&#228;dten dieser Welt<br />
:: velosopher | Verkehrspsychologe Prof. Risser: Ich fahre auch bei Rot! (<a href="http://velosophie.at/magazin/2010-01/ich-fahre-auch-bei-rot/">Zum Artikel</a>)<br />
:: u.v.m.</p>
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		<title>Velosophie 2-09 &gt; online durchbl&#228;ttern!</title>
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		<pubDate>Tue, 01 Sep 2009 17:03:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Flo</dc:creator>
				<category><![CDATA[2009-02]]></category>
		<category><![CDATA[Magazin]]></category>

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		<description><![CDATA[Das Laden der Flash Version kann etwas Zeit in Anspruch nehmen.
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Das Laden der Ausgabe kann etwas Zeit in Anspruch nehmen.</p>
<p>
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		<title>:: velosport &#124; Ein K&#246;nigreich f&#252;r ein Rad!</title>
		<link>http://velosophie.at/magazin/2008-02/velosport-ein-koenigreich-fuer-ein-rad/</link>
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		<pubDate>Fri, 29 May 2009 05:17:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Alec</dc:creator>
				<category><![CDATA[2008-02]]></category>

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		<description><![CDATA[POLO – MAN DENKT AN PRINCE CHARLES HOCH ZU ROSS, GEPFLEGTEN RASEN UND BRITISCHE DAMEN IN BREITKREMPIGEN H&#220;TEN. ES GEHT AUCH ANDERS! MAN ERSETZE DAS PFERD DURCH EIN RAD, GESTUTZTES GRAS DURCH URBANEN ASPHALT UND DIE DAMEN DURCH RADBOTINNEN, DIE SELBST ZUM SCHL&#196;GER GREIFEN – IT’S HARDCOURT BIKE POLO TIME 
An einem Samstagnachmittag am Yppenplatz, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>POLO – MAN DENKT AN PRINCE CHARLES HOCH ZU ROSS, GEPFLEGTEN RASEN UND BRITISCHE DAMEN IN BREITKREMPIGEN H&#220;TEN. ES GEHT AUCH ANDERS! MAN ERSETZE DAS PFERD DURCH EIN RAD, GESTUTZTES GRAS DURCH URBANEN ASPHALT UND DIE DAMEN DURCH RADBOTINNEN, DIE SELBST ZUM SCHL&#196;GER GREIFEN – IT’S HARDCOURT BIKE POLO TIME </strong><span id="more-326"></span></p>
<p>An einem Samstagnachmittag am Yppenplatz, Wien Ottakring</p>
<p><a href="http://velosophie.at/files/2009/05/bikepolo.jpg" rel="lightbox[326]"><img class="size-full wp-image-770" style="margin-left: 3px;margin-right: 3px" src="http://velosophie.at/files/2009/05/bikepolo.jpg" alt="Am Yppenplatz pulsiert das bunte Gr&#228;tzelleben des Brunnemarktes. Mittendrin dient ein stillgelegtes Stra&#223;enst&#252;ck als Bike-Polo-Arena. Karl hat soeben wieder gescored" width="700" height="466" /></a>Am Yppenplatz pulsiert das bunte Gr&#228;tzelleben des Brunnemarktes. Mittendrin dient ein stillgelegtes Stra&#223;enst&#252;ck als Bike-Polo-Arena. Karl hat soeben wieder gescored</p>
<p><a href="http://velosophie.at/files/2009/05/bikepolo_1.jpg" rel="lightbox[326]"><img class="size-full wp-image-753" style="margin-left: 3px;margin-right: 3px" src="http://velosophie.at/files/2009/05/bikepolo_1.jpg" alt="Samstagnachmittag am Yppenplatz, Wien Ottakring | Das Duell um den Ballbesitz" width="700" height="467" /></a>Die feine Klinge: Flo und G&#252;nschi umkreisen sich mit ihren R&#228;dern, duellieren sich um den Ballbesitz</p>
<p><a href="http://velosophie.at/files/2009/05/bikepolo_2.jpg" rel="lightbox[326]"><img class="size-full wp-image-767" style="margin: 3px" src="http://velosophie.at/files/2009/05/bikepolo_2.jpg" alt="Harte Bandagen: Das nahe Tor vor Augen, f&#252;hrt voller Einsatz mitunter zu heftigen Kollisionen – oder unbeabsichtigt artistischen Stunts. Wundersamerweise sind selbst leichter Verletzungen selten" width="700" height="467" /></a> Harte Bandagen: Das nahe Tor vor Augen, f&#252;hrt voller Einsatz mitunter zu heftigen Kollisionen – oder unbeabsichtigt artistischen Stunts. Wundersamerweise sind selbst leichter Verletzungen selten.<br />
Schon 1891 wurde der Sport in Irland auf Rasenpl&#228;tzen ausge&#252;bt und f&#252;hrt seither ein etabliertes Mauerbl&#252;mchen-dasein, vor einem knappen Jahrzehnt fand in Seattle die Geburt des modernen Bikepolo statt, als eine Handvoll Fahrradboten mit selbstgebastelten Schl&#228;gern einen Parkplatz zum Spielfeld erkl&#228;rten. Seither hat sich der Undergroundtrend &#252;ber den Globus verbreitet, sich das Regelwerk nur undeutlich ausgebildet und der Improvisationscharakter gehalten: Das Sportger&#228;t umfasst neben Bahnr&#228;dern, Single Speeds und Alltagsg&#228;ulen umgemodelte Skist&#246;cke mit Schlagfl&#228;chen aus angebohrtem Polypropylenrohr und Landhokkeyb&#228;lle. Die Spieler rekrutieren sich aus der Botenszene, Fixieartisten, FahrradaktivistInnen und Bikepunks, und als Fl&#228;che kann alles genutzt werden, das hart genug ist. Hardcourt eben. Auch in Europa hat die Idee Fu&#223; gefasst, in Berlin, Hannover, Budapest, Genf und Wien finden regelm&#228;&#223;ig Spiele, Trainings und auch internationale Turniere statt, alles unter dem Motto: Do it yourself! Das betrifft das Material – und die Regeln …</p>
<p><a href="http://www.nycbikepolo.com" target="_blank">www.nycbikepolo.com</a></p>
<p><a href="http://www.worldbicyclepolo.com" target="_blank">www.worldbicyclepolo.com </a></p>
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		<item>
		<title>:: velovision &#124; Begegnungszonen</title>
		<link>http://velosophie.at/magazin/2008-01/velovision-begegnungszonen/</link>
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		<pubDate>Fri, 29 May 2009 03:42:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Alec</dc:creator>
				<category><![CDATA[2008-01]]></category>

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		<description><![CDATA[Mehr Raum f&#252;r das Fahrrad in der Stadt: Welche Konzepte in der Schweiz bereits verwirklicht wurden, und worauf wir bei uns noch hoffen d&#252;rfen
In einer Begegnungszone wird der Stra&#223;enraum wieder zum Lebensraum
Eine der Aufgaben der Verkehrsplanung ist es, Prognosen zur Verkehrsentwicklung zu erstellen. Eine andere, Ma&#223;nahmen zu entwickeln, um unsere St&#228;dte nicht im Autoverkehr versinken [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><em>Mehr Raum f&#252;r das Fahrrad in der Stadt: Welche Konzepte in der Schweiz bereits verwirklicht wurden, und worauf wir bei uns noch hoffen d&#252;rfen</em></strong></p>
<div id="attachment_737" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://velosophie.at/files/2009/05/begegnungszonen_1.jpg" rel="lightbox[322]"><img class="size-medium wp-image-737" src="http://velosophie.at/files/2009/05/begegnungszonen_1-300x215.jpg" alt="Begegnungszonen: die Stra&#223;e als Lebensraum" width="300" height="215" /></a><p class="wp-caption-text">In einer Begegnungszone wird der Stra&#223;enraum wieder zum Lebensraum</p></div>
<p>Eine der Aufgaben der Verkehrsplanung ist es, Prognosen zur Verkehrsentwicklung zu erstellen. Eine andere, Ma&#223;nahmen zu entwickeln, um unsere St&#228;dte nicht im Autoverkehr versinken zu lassen. Keine Umsetzung solcher Konzepte, keine Lebensqualit&#228;t mehr in unsereren St&#228;dten. So einfach funktioniert die Rechnung.</p>
<p>Wir sind gegenw&#228;rtig konfrontiert mit überlasteten Stra&#223;en, hohem Verkehrsl&#228;rm und starker Luftverschmutzung. Zudem findet ein beinharter Verdr&#228;ngungskampf auf unseren Stra&#223;en statt: Radfahrer flüchten vor den Autos auf die Gehsteige und in die Fu&#223;g&#228;ngerzonen, dort wiederum geraten sie mit den schw&#228;chsten Verkehrsteilnehmern – den Fu&#223;g&#228;ngern – in Konflikt. Das Resultat ist eine aggressive, unkooperative Atmosph&#228;re. Was über Jahrzehnte als L&#246;sung galt – ein weiterer Ausbau der Autoinfrastruktur –, ist heute keine L&#246;sung mehr. Denn neue Autostra&#223;en erzeugen bekanntlich noch mehr Autoverkehr.</p>
<p>Zur Bew&#228;ltigung der Probleme sind neue, nachhaltige L&#246;sungen gefragt. Erfolgreiche Beispiele aus dem In- und Ausland zeigen, dass innovative Mobilit&#228;tsangebote rasch und wirksam umgesetzt werden k&#246;nnen. Innerhalb von nur fünf Jahren k&#246;nnten wir den Verkehr in unseren St&#228;dten wieder menschengerechter gestalten. Erkl&#228;rtes Ziel sollte eine rasche Wende, hin zu einer menschengerechteren Stadt, sein: Alle Verkehrsteilnehmer – Fu&#223;g&#228;nger, Radfahrer und auch Autofahrer – sollten ohne Konfliktpotenzial gleichberechtigt nebeneinander existieren k&#246;nnen.</p>
<p><strong>DAS FAHRRAD – EIN EXZELLENTES STADTFAHRZEUG</strong><br />
Das Fahrrad hat eine ausgezeichnete Energiebilanz, braucht sehr wenig Verkehrsfl&#228;che, ist leise und schadet nicht der Luftqualit&#228;t. Zudem tr&#228;gt es zu einem aktiven, gesunden Lebenstil bei. R&#228;umen wir also dem Fahrrad bei unserem Blick in eine m&#246;gliche Zukunft einen wichtigen Platz ein.</p>
<p>&#214;sterreichische St&#228;dte k&#246;nnten innerhalb der n&#228;chsten Jahre  folgendes Fahrradangebot aufweisen:<span style="color: #6495ed"><br />
» <em>Begegnungszonen</em></span>, in denen Stra&#223;en wieder zu Lebensr&#228;umen werden. In solchen Zonen ist das Tempo des Verkehrs den schw&#228;chsten Verkehrsteilnehmern angepasst. Als H&#246;chstgeschwindigkeit gilt 20 km/h. Fu&#223;g&#228;nger, Radfahrer und Autofahrer – alle sind gleichberechtigt auf einer gemeinsamen, attraktiv gestalteten Fl&#228;che unterwegs. Man hat wieder Platz zum Flanieren und geht wieder gerne in der Stadt einkaufen. Gerade für Einkaufsstra&#223;en ist dieses Modell ein Erfolg. Die Kunden sind zu Fu&#223;, mit dem Fahrrad oder auch mit dem Auto unterwegs. Auch bei hohen Verkehrsfrequenzen organisiert sich der Verkehr selbst.</p>
<div id="attachment_740" class="wp-caption alignleft" style="width: 160px"><a href="http://velosophie.at/files/2009/05/dsc06330_sw.jpg" rel="lightbox[322]"><img class="size-thumbnail wp-image-740" src="http://velosophie.at/files/2009/05/dsc06330_sw-150x112.jpg" alt="sichere Abstellpl&#228;tze f&#252;r Fahrr&#228;der" width="150" height="112" /></a><p class="wp-caption-text">sichere Abstellpl&#228;tze f&#252;r Fahrr&#228;der</p></div>
<p>» <span style="color: #6495ed"><em>Sichere und ausreichende Fahrradabstellpl&#228;tze</em></span> sowie Radstationen. Gut konzipierte Fahrradabstellpl&#228;tze sind ein zentraler Bestandteil der Fahrradf&#246;rderung. Platzprobleme, Raddiebstahl, Vandalismus, ein regennasser Sattel oder Besch&#228;digungen geh&#246;ren der Vergangenheit an. Wenn am Zielort solche Abstellpl&#228;tze zur Verfügung stehen, wird man für den Weg zum Bahnhof, zum Einkaufen oder zur Arbeit gerne das Fahrrad nehmen. An wichtigen Orten wie an Bahnh&#246;fen oder in innerst&#228;dtischen Gesch&#228;ftszentren stehen zudem Radstationen zur Verfügung. Das sind bewachte Anlagen, die auch weitere wichtige Dienstleistungen wie Reparatur oder Radverleih anbieten. Manche Radstationen betreiben sogar einen Fahrrad- Hauslieferdienst für Eink&#228;ufe und einen Kurier für eilige Gesch&#228;ftssendungen. Die Kunden haben mit einer speziellen Chipkarte Zutritt zu allen Radstationen im Land.</p>
<h1 style="text-align: left;padding-left: 30px"><span style="text-decoration: underline"><strong>&#8220;Von der Autostadt zur Fahrradstadt, und das ohne hohen finanziellen Einsatz, dafür aber mit durchdachten Konzepten. Eine Vision, die keine bleiben muss, wie das Beispiel Schweizer St&#228;dte zeigt&#8221;</strong></span></h1>
<div id="attachment_742" class="wp-caption alignright" style="width: 160px"><a href="http://velosophie.at/files/2009/05/chatelat-002_sw.jpg" rel="lightbox[322]"><img class="size-thumbnail wp-image-742" src="http://velosophie.at/files/2009/05/chatelat-002_sw-150x97.jpg" alt="Fahrrad-Hauslieferdienst" width="150" height="97" /></a><p class="wp-caption-text">Die eingekauften Waren werden mit Elektro-Fahrrad und Anh&#228;nger nach Hause geliefert</p></div>
<p>» <em><span style="color: #6495ed">Fahrrad-Hauslieferdienst</span><span style="color: #6495ed">:</span></em> Für den Gro&#223;einkauf muss nicht mit dem Auto ins Einkaufszentrum am Rande der Stadt gefahren werden, sondern dieser kann auch im Stadtzentrum erledigt werden – ohne Auto.Das Prinzip dieses „Kofferraumersatzes“ ist bestechend einfach: Der Kunde gibt die Waren im Gesch&#228;ft ab, und nach Terminvereinbarung werden die Besorgungen mit Elektro- Fahrrad und Anh&#228;nger bis vor die Haustür geliefert. Dadurch ist das Einkaufen komfortabel und stressfrei. Statt des Autos nimmt man das Fahrrad oder flaniert gemütlich und unbesorgt von Gesch&#228;ft zu Gesch&#228;ft. Ohne Eile und Ballast g&#246;nnt man sich zwischendurch eine Auszeit im Café. Mit dem Fahrrad-Hauslieferdienst werden wiederum die innerst&#228;dtischen L&#228;den gegenüber der Konkurrenz „auf der grünen Wiese“ aufgewertet.</p>
<p>» <em><span style="color: #6495ed">Weitere Angebote und Dienstleistungen</span>:</em> Zahlreiche gut aufeinander abgestimmte Angebote runden in unserer Velo-City der Zukunft das Mobilit&#228;tsspektrum ab. Elektro- Fahrr&#228;der mit Tretunterstützung er&#246;ffnen beispielsweise Menschen mit Herz-Kreislauf- oder Lungenerkrankungen ungeahnte neue Bewegungsm&#246;glichkeiten. Ein kostengünstiger Fahrradverleih, wie er etwa bereits in Wien oder Paris besteht, funktioniert mit Anpassungen auch für kleine und mittlere St&#228;dte. Hochwertige, sichere und gut vernetzte Radverbindungen geben dem Radfahren einen hohen Stellenwert. Auch der &#246;ffentliche Verkehr berücksichtigt die Bedürfnisse der Radfahrer, indem das Fahrrad in eigenen Waggonbereichen oder in Bussen mit Fahrradanh&#228;nger mittransportiert werden kann. Nicht zuletzt wird die Bev&#246;lkerung laufend über das Mobilit&#228;tsangebot informiert und zum Radfahren motiviert.<br />
<strong><br />
AUFBRUCH ZU NACHHALTIGER MOBILIT&#196;T</strong></p>
<div id="attachment_744" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://velosophie.at/files/2009/05/chatelat-013_sw.jpg" rel="lightbox[322]"><img class="size-medium wp-image-744" src="http://velosophie.at/files/2009/05/chatelat-013_sw-300x206.jpg" alt="nachhaltige Mobilit&#228;t" width="300" height="206" /></a><p class="wp-caption-text">Eine Form nachhaltiger Mobilit&#228;t</p></div>
<p>In einigen europ&#228;ischen L&#228;ndern sind neue und innovative Angebote und Dienstleistungen im Entstehen, und viele sind – insbesondere in der Schweiz – bereits erfolgreich umgesetzt worden. Was 1996 im Schweizer Burgdorf als „Flanierzone“ begann, ist heute im ganzen Land unter dem Begriff „Begegnungszone“ weit verbreitet. In der Begegnungszone betr&#228;gt die H&#246;chstgeschwindigkeit für alle Verkehrsteilnehmer 20 km/h, Fu&#223;g&#228;nger haben gegenüber dem Fahrverkehr Vortritt, sie dürfen jedoch die Fahrzeuge nicht unn&#246;tig behindern. Die Niederlande, das Deutsche Bundesland Nordrhein-Westfalen und die Schweiz sind bei der Erstellung von Radstationen Vorbilder. In der Schweiz wurde 1997 die erste bewachte „Velostation“ des Landes er&#246;ffnet. Heute sind in der Schweiz insgesamt 18 Radstationen mit j&#228;hrlich rund 10.000 zufriedenen Kunden in Betrieb. Man geht davon aus, dass durch den Bau einer Radstation an einem Bahnhof ca. 12.5 % der dort parkenden Autofahrer aufs Rad umsteigen. In einigen Schweizer St&#228;dten gibt es bereits einen so genannten „Velo-Hauslieferdienst“. Dieser ist meist bei einer Radstation angeschlossen und wird durch ein Arbeitslosenprogramm betrieben. Das Angebot stellt gem&#228;ss einer Untersuchung des Hauslieferdienstes Burgdorf ein betr&#228;chtliches F&#246;rderungspotenzial für das Radfahren dar: So sind 21 % der Nutzer innerhalb von fünf Jahren nach Einführung im Einkaufsverkehr vom Auto auf das Rad (+18 %) umgestiegen oder gehen zu Fu&#223; (+3 %).<br />
__________________________<br />
text JULIAN BAKER</p>
<div id="attachment_735" class="wp-caption alignleft" style="width: 86px"><a href="http://velosophie.at/files/2009/05/julian_baker.jpg" rel="lightbox[322]"><img class="size-full wp-image-735" src="http://velosophie.at/files/2009/05/julian_baker.jpg" alt="Julian Baker" width="76" height="78" /></a><p class="wp-caption-text">Julian Baker</p></div>
<p>Dipl.-Ing. Julian Baker hat an der Universit&#228;t f&#252;r Bodenkultur in Wien studiert und ist im Berner B&#252;ro f&#252;r Mobilit&#228;t sowie im Vorstand des Fachverbands Fu&#223;verkehr Bern als Mobilit&#228;tsexperte t&#228;tig. Zudem ist er Redaktionsleiter der Mobilit&#228;tsplattform <a href="http://www.mobilservice.ch" target="_blank">www.mobilservice.ch</a></p>
<p>Kontakt: baker.mobil@bluewin.ch</p>
<p><a href="http://www.miezemedusa.com" target="_blank"><br />
</a></p>
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		</item>
		<item>
		<title>:: velocity &#124; Kultur.Stadt.Rad. &#8211; Velosophie beradelt Linz09</title>
		<link>http://velosophie.at/magazin/2009-01/kulturstadtrad-velosophie-beradelt-linz09/</link>
		<comments>http://velosophie.at/magazin/2009-01/kulturstadtrad-velosophie-beradelt-linz09/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 28 May 2009 22:44:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Alec</dc:creator>
				<category><![CDATA[2009-01]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://velosophie.at?p=310</guid>
		<description><![CDATA[Linz 09
KULTUR.STADT.RAD
Velosphie beradelt die Europ&#228;ische Kulturhauptstadt Linz09, geleitet von Neugierde und gef&#252;hrt von Texta’s Flip.
„Passt‘s doch auf!“ Diesen Zuruf eines distinguierten Herren, der die &#214;ffnung der Linzer Landstra&#223;en-Fu&#223;g&#228;ngerzone f&#252;r Radfahrende noch immer nicht ganz verinnerlicht hat, werden wir uns heute zu Herzen nehmen. Heute erkundet Velosophie die Kulturhauptstadt Europas: Linz. Der Appendix 09 sollte die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_312" class="wp-caption alignleft" style="width: 160px"><a href="http://velosophie.at/files/2009/05/chr_090415_38_spiegel.jpg" rel="lightbox[310]"><strong><img class="size-thumbnail wp-image-312" src="http://velosophie.at/files/2009/05/chr_090415_38_spiegel-150x99.jpg" alt="Linz 09" width="150" height="99" /></strong></a><p class="wp-caption-text">Linz 09</p></div>
<p><strong>KULTUR.STADT.RAD</strong><br />
Velosphie beradelt die Europ&#228;ische Kulturhauptstadt Linz09, geleitet von Neugierde und gef&#252;hrt von Texta’s Flip.</p>
<p>„Passt‘s doch auf!“ Diesen Zuruf eines distinguierten Herren, der die &#214;ffnung der Linzer Landstra&#223;en-Fu&#223;g&#228;ngerzone f&#252;r Radfahrende noch immer nicht ganz verinnerlicht hat, werden wir uns heute zu Herzen nehmen. Heute erkundet Velosophie die Kulturhauptstadt Europas: <a title="linz link" href="http://linz09.at" target="_blank">Linz</a>. <span id="more-310"></span>Der Appendix 09 sollte die fr&#252;here Stahlstadt endg&#252;ltig zur modernen Kulturmetropole am Donauufer machen. Darauf passen wir auf: Kann Linz dieses Versprechen einl&#246;sen? Aufnahmebereit, kulturhungrig und wissensdurstig beradeln wir die Begegnungszone Kulturhauptstadt und checken f&#252;r euch die Hot Spots des &#252;berquellenden Programms. Unsere Guides bei diesem St&#228;dtetrip: Flip Kroll von Texta, den mehr als lokalen Linzer Hip-Hop-Matadoren. Der Linzer K&#252;nstler Andreas Strauss, mit einigen Projekten im Linz09-Raum vertreten. Und Carina Kurta vom Kommunikationsteam der Festivalleitung. Gemeinsam werden wir verschiedene Spielorte und K&#252;nstlerInnen besuchen, den stellvertretenden 09-Intendanten Ulrich Fuchs treffen und radfahrend &#252;ber Stadt &amp; Kultur plaudern. Die Stadt kommt gerade so richtig in die G&#228;nge, pr&#228;chtiges Fr&#252;hlingswetter begleitet uns und macht Lust auf die anstehenden 09-Events im &#246;ffentlichen Raum – und Lust aufs Radfahren. Rad &amp; Kunst, eine feine Kombination!</p>
<p>Beim sp&#228;ten Fr&#252;hst&#252;ck im Cafe des Ars Electronica Centers AEC – Mittelpunkt der Medienstadt    und des j&#228;hrlichen, weltweit renommierten Ars Electronica Festivals an der Donau – entwerfen wir unsere Reisepl&#228;ne. Es wartet Hochinteressantes auf uns, also in die Pedale und unter die Sonne! Wir cruisen via Nibelungenbr&#252;cke &#252;ber die Donau zu einem tempor&#228;ren Haltestellenh&#228;uschen. „Weltverbesserung“ steht auf dem Fahrplan, w&#246;chentlich wird hier ein Rezept f&#252;r eine lebenswertere Welt pr&#228;sentiert, am Jahresende werden es „52 Wege die Welt zu verbessern“ sein. Diese Woche: Zeitlupentempo. Go slow with the flow? Ganz unser Motto heute! Wie steht’s eigentlich ums Wohlgef&#252;hl beim Alltagsradeln in Linz? Flip bringts ohne Worte auf den Punkt, wenn er entspannt mit dem BMX durch die Innenstadt rollt. Carina findet Linz als Radstadt sehr angenehm: „Die gegenseitige R&#252;cksichtnahme ist hoch, ich habe schon weit schlimmere St&#228;dte erlebt.“ Andi macht den Genuss an individueller Selbstbestimmung fest: „Man muss sich einfach sein Radrecht erk&#228;mpfen – das macht Spa&#223;, h&#228;lt aufrecht und jung!“</p>
<div id="attachment_313" class="wp-caption alignleft" style="width: 160px"><a href="http://velosophie.at/files/2009/05/chr_090415_97_lentos.jpg" rel="lightbox[310]"><img class="size-thumbnail wp-image-313" src="http://velosophie.at/files/2009/05/chr_090415_97_lentos-150x99.jpg" alt="Lentos" width="150" height="99" /></a><p class="wp-caption-text">Lentos</p></div>
<p>Wir haben es uns mittlerweile am Linzer Hauptplatz bequem gemacht, lassen Seele und F&#252;&#223;e baumeln. Durch die Fassade hinter uns frisst sich die Intervention „Unter Uns“ von Hito Steyerl, die Fluchtwege j&#252;discher Vertriebener thematisiert. Unter uns breitet sich tischdeckenartig kariertes Pflaster aus, Symbol der Gastfreundlichkeit von Linz09. Um uns befinden sich zahlreiche blaue Hasen an W&#228;nden und Glasfronten. „Der kranke Hase“ geht in Linz um und dient als optische Marke und thematische Klammer f&#252;r kleine Ausstellungen, Installationen und Grenzf&#228;lle zur Frage „Wie viel Verr&#252;cktheit vertr&#228;gt Provinz?“. Wir folgen den blauen Hasenspuren bis zum „Baumhaus“ in einer Eiche des Volksgartens. Dessen Einladung zum Verweilen und zur Kommunikation nehmen wir gerne an – d&#246;nerkauend und sonnenbeschienen unterhalten wir uns &#252;ber das Kulturhauptstadtjahr. Ein kompliziertes Wort f&#252;r komplexe Befindlichkeiten. Andi Strauss erkennt auch aus der kritischen Perspektive die grunds&#228;tzliche Belebung der Stadt an: „Linz09 r&#252;hrt um. Eine intensive Auseinandersetzung mit dem Thema, was macht Stadt und Stadtkultur aus, findet statt. Dennoch und deswegen gibt es manche Entt&#228;uschte, die ihre Projekte gerne umgesetzt gesehen h&#228;tten. ‚Erbtantenpolka‘ nenne ich das: Eine Erbtanten ist auch nie gerecht, damit muss man umgehen.“ Er selbst ist bei der Umsetzung der gro&#223;en 09-Schau „H&#246;henrausch“ beteiligt und hat auf dem Arenaplatz vorm Offenen Kulturhaus OK einen Baukontainer stationiert – g&#228;nzlich von Blattgold umh&#252;llt und mit Bar-Inventar ausgestattet.</p>
<div id="attachment_314" class="wp-caption alignleft" style="width: 160px"><a href="http://velosophie.at/files/2009/05/chr_090415_110_reisebureau.jpg" rel="lightbox[310]"><img class="size-thumbnail wp-image-314" src="http://velosophie.at/files/2009/05/chr_090415_110_reisebureau-150x99.jpg" alt="Reisebureau im Haus der Geschichten" width="150" height="99" /></a><p class="wp-caption-text">Reisebureau im Haus der Geschichten</p></div>
<p>Bevor wir ihn zu den Aufbauarbeiten von „H&#246;henrausch“ &#252;ber den D&#228;chern von Linz begleiten, suchen wir den „Ruhepol“ im ehemaligen Central-Kino an der Landstra&#223;e auf, wo absolute Stille und bequeme Polster Entspannung von Kultur und Konsum bieten. Auf unserem weiteren Weg zum „Haus der Geschichten“ und zum „Lentos“, dem pr&#228;chtig gl&#228;nzenden und n&#228;chtens schrill leuchtenden Museum zeitgen&#246;ssischer Kunst, f&#252;hrt uns Flip zur aktionistischen 09-Gegenposition „Aussitzen“ mit Aussicht auf das Museumsjuwel. Er hat zu diesem Projekt die Idee geliefert und erkl&#228;rt seine Sichtweise des Kulturjahres: „Mir fehlen Laboratorien f&#252;r die junge Szene, die seit Jahren Linz zu dem machen was es ist. L&#228;ngerfristige Folgen des 09er-Jahres w&#228;ren spannend, Nachhaltigkeit ist nicht vorhanden.“ Ihm fehlt Offenheit f&#252;r Risiko: “Scheitern ist Bestandteil von Kunst und eine wichtige Erkenntnis im Prozess. Spannung kann nicht entstehen, wenn Kunst als g’mahte Wiesn gesehen wird.“ Carina Kurta wiederum stellt die Zug&#228;nglichkeit f&#252;r die Bev&#246;lkerung in den Vordergrund: „09 bietet sehr viel Angebot f&#252;r alle, jeder wird etwas f&#252;r sich Ansprechendes finden. Auch wenn sich Linz09 noch etwas menschlicher und sichtbarer zeigen k&#246;nnte.“</p>
<div id="attachment_315" class="wp-caption alignleft" style="width: 160px"><a href="http://velosophie.at/files/2009/05/chr_090415_130_end.jpg" rel="lightbox[310]"><img class="size-thumbnail wp-image-315" src="http://velosophie.at/files/2009/05/chr_090415_130_end-150x99.jpg" alt="Byebye Kulturhauptstadt" width="150" height="99" /></a><p class="wp-caption-text">Byebye Kulturhauptstadt</p></div>
<p>Darauf geht Ulrich Fuchs, stellvertretender Linz09-Intendant aus der Fahrradstadt Bremen, beim Velosophie-Interview am Lentos gerne ein: „Ab Mitte Mai wird die Sichtbarkeit im &#246;ffentlichen Raum deutlicher werden, durch drei gro&#223;e Projekte: H&#246;henrausch, eine gro&#223;e Kunstausstellung im &#246;ffentlichen Raum, wird sehr stark wahrnehmbar sein. Das Linz-Fest mit Jugendfu&#223;ballturnier am Pfingstwochenende zieht Massen an. Und dann n&#228;hern wir uns schon der Er&#246;ffnung von „80+1“, dem globalen Projekt des AEC. Zus&#228;tzlich findet mit „Theaterlust“ auch im &#246;ffentlichen Raum vielerorts Theater statt.“ Mit den ersten 100 Tagen von Linz09 ist Fuchs mehr als zufrieden, die beste Zeit f&#252;r einen Besuch der Kulturhauptstadt ist aber f&#252;r ihn Mitte Mai bis September. Er meint dazu: „Ein Prinzip von Linz09 ist ja: Kommen Sie wann immer Sie wollen, Sie finden etwas Interessantes vor!“</p>
<p><strong>Velosophie</strong> meint: Vergiss dabei dein Lieblingsrad nicht! Und pass gut auf!</p>
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<p>Die Velosophie-Guides waren:</p>
<p><strong>Philipp „Flip“ Kroll</strong><br />
MC und Beatsbastler der Linzer HipHop-Formation Texta (<a title="texta" href="http://www.texta.at" target="_blank">www.texta.at</a>, seit 1995 Mittelpunkt und Motor der &#246;sterreichischen Szene). Obmann des Linzer Alternativkulturzentrums KAPU (<a title="Kapu" href="http://www.kapu.at" target="_blank">www.kapu.at</a>). Hat soeben mit Fiva die vielbeachtet Platte „Rotwild“ produziert und gemischt. Im Herbst erscheint eine Texta-Live-CD. Rollt seit Jugendtagen auf seinem BMX – momentan: „Fit Bicycles USA“  &#8211; durch die Stahlstadt und in den Dirt Park. Ehemals Staatsmeister auf der BMX-Bahn.</p>
<p><strong>Andreas Strauss</strong><br />
K&#252;nstler aus dem Raum Linz, lebt und arbeitet in Ottensheim, Wien und beinahe &#252;berall. Konzipierte neben vielem anderem die Parkhotels (<a title="hotel link" href="http://www.dasparkhotel.net" target="_blank">www.dasparkhotel.net</a>). Reist immer und &#252;berallhin mit seinem Eigenumbau-Fahrrad, einem Cruiserhybrid in Rostschutzrot, im Gep&#228;ck.</p>
<p><strong>Carina Kurta</strong><br />
Mitarbeiterin des Kommunikationsteams von Linz09, geb&#252;rtige Steirerin. F&#228;hrt alle Wege mit ihrem Taifun COSMOS 100 (von der Mama geerbt).</p>
<p><strong>Fotograf: </strong>Christoph Haderer, auf niegelnagelneuem KTM Life Time</p>
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