Velovote: Radweg oder Fahrbahn?

Foto: Beauty&Bike, Phil DixonDie radfahrenden Protagonistinnen der Story Girl.Pedal.Power wünschen sich mehr Radwege für mehr Sicherheit, Radlobbies wie die IG Fahrrad fordern: Das Fahrrad auf die Fahrbahn! Beides hat starke Argumente für sich – aber wie entscheidest du dich im täglichen Verkehrsgewühl: Radweg oder Fahrbahn? Stimm hier ab!

Denn zum einen ist gerade bei weiblichen Verkehrsteilnehmerinnen (aber genauso bei vielen Männern!) das subjektive Sicherheitsgefühl auf Radwegen besser, und die empfundene Gefährdung durch den Autoverkehr direkt auf der Fahrbahn einfach zu hoch. Das stellen wiederum die internationalen Radlobbyisten nicht in Abrede, aber: Von IGF über ADFC oder Pro Velo zu den ungarischen MK plädieren alle für die Integration des Rads in den Verkehr bei gleichzeitiger Entschleunigungder KFZs, denn alle Statistiken zeigen gerade auf Radwegen bzw. deren Kreuzungen mit Auto-Fahrbahnen die größten Gefährdungen, bis zu 10fach höhere Unfallgefahr nämlich. Es steht also subjektives Sicherheitsgefühl gegen objektive Gefährdung.

In welchem städtischen Umfeld fährst du lieber Rad und fühlst dich sicherer?

  • Ich bevorzuge die Position mitten im Verkehr, da bin ich sichtbar und schnell. Ein Fahrrad gehört auf die Fahrbahn, Radwege sind mir zu eng und gefährlich! (47%, 118 Votes)
  • Mal so, mal so. In ruhigeren Abschnitten, 30km/h-Gebot und wenig Verkehr, wechsle ich gerne auf die fahrbahn, sonst bin ich froh über Radwege. Wenn nur in der Stadt überall ersteres die Regel wäre... (42%, 105 Votes)
  • Auf gut einsehbaren, baulich getrennten Radwegen. Ich habe lieber Respektsabstand zwischen mir und der Blechschlange! (11%, 27 Votes)

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10 responses to “Velovote: Radweg oder Fahrbahn?”

  1. [...] Sache? Auf dem lesenswerten österreichischen Blog velosophie gibt es eine Umfrage zu dem Thema: Velovote: Radweg oder Fahrbahn? [...]

  2. felczak says:

    Beispiele für gute Radwege gibt es international sehr viele und sie werden auch sehr gut angenommen. Da muss man jedoch den Radweg von Anfang an planen und in Wien ist es in vielen Fällen schon zu spät.
    Ausreichend breite Mehrzweckstreifen sind daher oft die bessere Lösung aber sollte es nicht möglich sein eine qualitativ ausreichend gute Anlage zu errichten ist es besser vorläufig nichts zu tun. Die wenigen, die die Anlage benützen, fühlen sich nicht sicher und die Radfahrgegener führen das Argument an “wir bauen Radverkehrsanlagen aber keiner fährt dort, Schluss damit”.

  3. Mediocrity says:

    Radwege haben ihre Berechtigung, z.B. neben Landstraßen, entlang von Flüssen und Eisenbahnlinien, oder für Familien und Leute, denen die Geschwindigkeit wurscht ist. Die Radwegbenützungspflicht ist aber eine Frechheit. Sofort abschaffen!

    Und stattdessen eine gesetzliche Mindestqualität für Radweg. Dass man einen 1,50-Meter-Gehsteig mit einer Mittellinie teilt und draus einen 0,75-Meter-Gehsteig und einen 0,75-Meter-Radweg macht ist eine Sauerei und gehört verboten. Gemischte Geh- und Radwege müssen mindestens 3 Meter breit sein, um praxistauglich zu sein. Platz genug wäre ja da – einfach dfa und dort Autospuren oder Parkplätze wegnehmen.

    1. felczak says:

      3 m ist laut RVS die Mindestbreite für einen Geh- und Radweg und das ist nur für Zubringerstrecken sinnvoll. Bei Hauptradrouten sind gemischte Geh- und Radwege nur in Ausnahmefällen sinnvoll, wo z.B. sehr wenig Fußgängerverkehr vorhanden ist und dort mit einer Mindestbreite von 4 m.

  4. Thomas Arbs says:

    Schön ausgebaute Radwege zwischen Städten sind eine Sache, und eine feine. Im innerstädtischen Verkehrsalltag ist mein größerer Angstgegner aber nicht der Autofahrer, sondern der Fußgänger! Denn der mäandert unentschlossen und unvorhersehbar von der einen Seite des Gehwegs auf die andere, hält den Radweg, der ja nur zur Fahrbahn hin und nicht zum Gehweg abgegrenzt ist, für eine Erweiterung desselben und zwingt mich als vorausschauender und defensiver Verkehrsteilnehmer deshalb generell, sein Schrittempo als Maßstab zu nehmen. Fahre ich mit Anhänger, sind unsere Alibiradwege einfach viel zu schmal, um sich in angemessenem Tempo fortzubewegen – und auf das angemessene Tempo erhebe ich einen Anspruch, sonst ist der Vorteil des Radfahrens dahin.

  5. koal says:

    ich stimme die anna und ben zu. die frage ist nich so gut formuliert.
    radwege neben der gehsteig sind ein wahnsinn, dann fahre ich klareweiße lieber auf den fahrbahn. aber ein radspur auf den fahrbahn ist besser als auf die strasse.

  6. Martin says:

    Ich finde Radwege sinnvoll, wenn viel und schneller Verkehr kaum vermeidbar ist (Einfallroutne in die Städte…) und gleichzeitig kaum die Notwendigkeit besteht, irgendwohin abzubiegen (geht vom Radweg aus normalerweise nicht). Grundsätzlich unterstütze ich die Bemühungen in Richtung fahrradtauglicher Straßenverkehr ohne Radwege!

  7. Ben Hemmens says:

    Naja, mit einem dänischen Radweg kann ich mich schon mal anfreunden. In Odense hab ich ein super Radwegsystem erlebt, alle Radwege 2m breit für EINE Richtung, dafür die Fahrspuren auf der Fahrbahn auf 3m reduziert, schöne, für die Radwege reservierte Pflastersteine … hat was.

    Ist natürlich Welten entfernt von dem was in Österreich als Radweg durchgeht, was man im Großen und Ganzen als planerisches Abfallprodukt bezeichnen könnte.

  8. anna says:

    Ich sag mal, kommt auch sehr darauf an, was man unter einem Radweg versteht. Nicht immer nötig, aber hin und wieder schon sinnvoll. Dabei gilt aber auch: Mit bedacht geplante Radwege sind gut, Flickerllösungen und ein Strich einfach irgendwo meist eine Katastrophe.

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